Trägerverein

Träger des soziokulturellen Zentrums Kilombo Kleinow ist der 1993 in Berlin gegründete Capoeira Angola e.V. mit heutigem Sitz in der Kulturbrauerei in Berlin. 2014 wurde der Verein aufgrund seiner jahrelangen engagierten Kulturarbeit in zahlreichen Kinder- und Jugendprojekten Mitglied im Verband der soziokulturellen Zentren. Der integrative Aspekt des Capoeira Angola in Verbindung mit Tanz bildet die Grundlage für unsere soziokulturelle Projektarbeit, geht aber mittlerweile weit darüber hinaus.

So bunt, vielfältig und cross-over wie unsere Mitglieder / Zielgruppen ist auch die genreübergreifende künstlerische Umsetzung der einzelnen Projekte. Wir engagieren uns für eine freie, tolerante Gesellschaft, die auf den Grundpfeilern der Selbstbestimmung, Inklusion und Generationengerechtigkeit basiert. 

Was bedeutet   Kilombo

Visionen & Werte

Kinder sind unsere Zukunft. Daher stehen diese bei uns im Mittelpunkt. Eine Gesellschaft, die den Bedürfnissen der nachwachsenden Generation keinen Raum für eine gesunde & ganzheitliche Entwicklung gibt, verbaut sich den Weg in eine lebenswertere Zukunft für alle.
Daher möchten wir gemeinsam mit anderen neue Wege des Lernens, Schaffens und Lebens erkunden, die die freie Selbstentfaltung sowie Kreativität fördern und auf Nachhaltigkeit, Gewaltfreiheit, Inklusion, sozialer & kultureller Teilhabe basieren.

Unsere Devise auf „Kilombo Kleinow“ lautet: „Jedes Kind verdient ein Stück Bullerbü – wenn auch zeitlich begrenzt.”


Nachhaltigkeit

Wir vereinen Kenntnisse aus den Bereichen Sport, Kunst & Kultur, behutsame Interaktion mit Tieren, ganzheitlichen Gesundheits- und The-rapieansätzen, ökologisches & ressourcenschonendes Wirtschaften und Bauen sowie soziale Organisationsentwicklung, Gemeinschaftsbildung, Seminarkonzeption, -moderation und -pädagogik.

Crossborder
„Niemand ist eine Insel, niemand ist ganz für sich. Jeder Mensch ist Teil eines Kontinents, Teil des Festlandes…“
– Zitat des britischen Denkers und Dichters John Donne. Viele der globalen Problemstellungen vor der die Weltgemeinschaft heute steht, lassen sich nur gemeinsam und grenzübergreifend lösen. Die Arbeit & Projekte des Capoeira Angola e.V. sind seit jeher international und Crossborder.

Wir lassen uns leiten von dem Motto:
„Think global – act local.“

Unser KilomboTeam

Die Leitung besteht aus dem aus Salvador, Brasilien stammenden Capoeira Meister Rosalvo und Contramestra Susy Oesterreicher.

Das KILOMBO-Team setzt sich zusammen aus aktiven und passiven Vereinsmitgliedern, den Mitarbeitern der Academia Jangada, Bundesfreiwilligen und einer Familie von Ortsansässigen, die den Ort von Kindesbeinen an kennen und die Entstehung des soziokulturellen Zentrums Kilombo Kleinow von Anfang an begleitet haben.

Mestre Rosalvo

Geboren und aufgewachsen in Salvador/Bahia, der ersten Hauptstadt Brasiliens unter portugiesischer Kolonie, erlebt Rosalvo dos Santos bereits seit frühester Kindheit die Härten einer postkolonialen Diktatur und was es bedeutet, Nachfahre afrobrasilianischer Sklaven zu sein. Bereits im zarten Alter von acht Jahren beginnt er auf den Straßen und Hinterhöfen Salvadors Capoeira zu spielen. Als er etwa 15 Jahre alt ist, begegnet er „Cobra Mansa ( Cobrinha )”, einem Schüler von „Mestre Morais” und heute Mestre für Capoeira Angola. Er fragt Cobrinha, ob er und zwei weitere Freunde, Roberval und Laercio, bei ihm trainieren können. Cobrinha über diesen Moment: „Rosalvo fragte mich, ob sie mit mir trainieren könnten. Ich sagte zu. Den nächsten Morgen stand Rosalvo um sechs Uhr vor meinem Fenster, um zu trainieren. Ich sagte: „Um Himmels willen Junge! Ist dir klar, wie spät es ist?! Komm später wieder, Junge!“ Eine Stunde später war er wieder da. Ab diesem Moment trainieren die drei Jungs, Roberval, Rosalvo und Laercio mit Cobrinha und gründen schließlich unter dem Namen „Filhos de Angola” ihre eigene Capoeira-Gruppe. So beginnt für Rosalvo eine lange Reise deren Mittelpunkt stets die Capoeira Angola, der Erhalt sowie die Vermittlung dieser ursprünglichen Form der Capoeira ist. 

Susy Osterreicher

​Susanne Oesterreicher ist in München geborene Halbschwedin und studierte ursprünglich Mathematik. Als sie in Berlin Mestre Rosalvo kennenlernt und bei ihm Capoeira Angola trainiert, verliert das Mathematikstudium seine Bedeutung und sie entdeckt ihre wahre Bestimmung. Gemeinsam gründen sie 1993 den Capoeira Angola e. V. in Berlin, organisieren die ersten internationalen Capoeira Angola Treffen und gründen 1997 die Tanz- und Capoeiraschule „Academia Jangada“. Gemeinsam mit Mestre Rosalvo, der als einer der Pioniere 1989 Capoeira Angola – die traditionellere Form der Capoeira – aus Brasilien nach Europa bringt, gelingt es ihr, Capoeira in vielen Ländern Europas zu etablieren und länderübergreifende Treffen anzustoßen. Nach der Geburt ihres dritten Kindes entscheidet sie sich dazu, eine Leidenschaft wiederzubeleben, die sie bereits als Kind begleitete: Die Liebe zu den Pferden. 2019 legte sie bei der angesehenen Trainerin Sarka Schütz nach drei Jahren Ausbildung ihre Abschlussprüfung zur Pferdewirtin ab. Auf dem soziokulturellen Zentrum „Kilombo Kleinow“ in der Uckermark kann sie sich nun endlich vorbehaltlos beiden Leidenschaften widmen.

Unser Team vor Ort

Die gute Seele vor Ort! Kümmert sich um alles rund ums Haus. Bereitet die Zimmer für neue Gäste vor, koordiniert die Ankünfte und Abreisen. Fehlt dir eine Decke oder etwas anderes, frag einfach die gute Seele des Hauses.

 

Unsere Küchen-Fee sorgt liebevoll für das leibliche Wohl und zaubert den Gästen und Mitarbeiter immer wieder schmackhaftes Speisen, da bleiben keine Wünsche offen.